Sehenswürdigkeiten in Rostock

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Ständehaus

Das Ständehaus Rostock beherbergt heute das Oberlandesgericht Rostock des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Erbaut wurde das Gebäude im neugotischen Stil in den Jahren 1889 bis 1893 durch den Hofbaurat Gotthilf Ludwig Möckel im Auftrag des Großherzogs Friedrich Franz II. Es diente als Verwaltungsgebäude der Landstände. Der Backsteinbau mit mehreren kleinen Türmen und Ziergiebeln weist auch einen Lichthof mit Galerien auf. Der Festsaal ist prachtvoll ausgeschmückt und mit einer Holztäfelung versehen. Die Fassade schmücken vier Standbilder von mecklenburgischen Fürsten und Herzögen. Über der Haupttreppe befinden sich einige farbige Mosaike, die von der Berliner Firma Puhl & Wagner stammen. Die Jahreszahlen stehen für historisch bedeutende Ereignisse der Stadt und des Landes, etwa 1523, als die Union der Mecklenburgischen Landstände gegründet wurde. Die Wappen stehen für die frei ritterschaftlichen Kreise von Mecklenburg. Das Ständehaus war bis zum Ersten Weltkrieg Sitz der ständischen Mitregierung Mecklenburgs und seiner Landesteile Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin. Hier waren die Oberbehörden der Stände wie etwa die Steuer- und Katasterbehörde oder der Ritterschaftlichen Kreditverein untergebracht. Nach 1920 wurden hier verschieden Behörden wie das Straßenbauamt oder das Arbeitsgericht untergebracht. Seit 1953 zog hier die Volksmarine der DDR ein, die es bis 1990/91 nutze. Seit der Wiedervereinigung ist hier nun das Oberlandesgericht untergebracht.


Nikolaikirche

Bei der Nikolaikirche, der ältesten Rostocker Kirche, handelt es sich um eine Kirche der ganz besonderen Art. Die erste Erwähnung des Gebäudes erfolgte 1257, die Weihe fand 1312 statt. Errichtet wurde sie als Backsteinkirche auf einem Sockel aus Feldsteinen. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche um den Chor und 1 Joch des Schiffes in Richtung Westen und den mächtigen quadratischen Turm erweitert. Eine der Besonderheiten des Gebäudes ist, dass unter dem Chor eine Straßendurchfahrt, der Schwibbogen, der auch heute noch erhalten ist, gebaut wurde. Über diesem Schwibbogen ist ein Bildnis des St. Nikolai, dem Schutzpatron der Fischer und Seefahrer, zu sehen. Der 132 m hohe gotisch spitze Sturm wurde bei einem Orkan 1703 zerstört, nach der Restaurierung erhielt er 1706 ein Pyramidendach. Im 2. Weltkrieg brannten beim 4-Nächte-Bombardement durch die britische Luftwaffe Turm und Kirchenschiff völlig aus, das Gewölbe des Kirchenschiffs stürzte ein. Erhalten blieb das Gewölbe unter dem Chor. Bis ins Jahr 1976 standen Kirchenschiff und Turm nur als Ruine, die mit einem Behelfsdach gesichert war. Bereits 1974 wurden die Kirchengemeinden St. Petri und St. Nikolai zusammengelegt, die Nikolaikirche wurde als Gemeindekirche aufgegeben. Dennoch begann 1976 die umfassende Rekonstruktion des Gebäudes. Dabei wurden im Turm Büros und Diensträume der Kirchenverwaltung untergebracht. Ein eigenwilliges Projekt, das bei der Renovierung umgesetzt wurde und heute eine der Besonderheiten der Nikolaikirche ausmacht, war der Einbau von 3 Wohnetagen in das neue Kirchendach.1994 wurde die Nikolaikirche feierlich wiedereröffnet. Sie wird allerdings nicht mehr als Pfarrkirche genutzt, sondern stellt ein kulturelles Zentrum der Stadt dar, in dem vorwiegend Konzerte, aber auch Ausstellungen und Podien stattfinden.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Rostock

Bundesland:
Mecklenburg-Vorpommern

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
13 m ü. NN

Fläche:
181,44 km²

Einwohner:
201.442

Autokennzeichen:
HRO

Vorwahl:
0381, 038206

Gemeinde-
schlüssel:

13 0 03 000

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